Wilhelm Tell

„Durch diese hohle Gasse muss er kommen ...!“

Zitate aus „Wilhelm Tell“ sind als beliebte Redewendungen in unserem Alltag gegenwärtig. Schillers letztes Drama erzählt vom Freiheitskampf der Schweizer gegen die Willkürherrschaft der habsburgischen Vögte. Auf dem Rütliberg schwören die Männer aus Uri, Schwyz und Hinterwalden Einigkeit gegen die Besatzer, doch erst das beherzte Handeln eines Einzelnen – Tells berühmter Schuss mit der Armbrust und der anschließende Tyrannenmord - reißen das Volk aus seiner Passivität.

"Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit …" dichtet Schiller und ist damit an Aktualität kaum zu übertreffen. Seien es die Umbrüche in Nordafrika oder die Bürgerproteste in Europa: immer wieder finden Menschen den Mut, gegen diktatorische Strukturen aufzubegehren und Widerstand zu leisten.

Das Eisenacher Theater am Markt inszeniert „Wilhelm Tell“ im Rahmen seines Spielzeitmottos „(R)evolution“ in Koproduktion mit dem „Hotel auf der Wartburg“.

Autor: Friedrich Schiller I Regie: Marcus Coenen es spielen: Erwachsenenensemble, Jugendensemble, Kinderensemble I Musik: Mario Alsleben

„Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.“
(Rütli-Schwur aus Schillers „Wilhelm Tell“)